Papier

Papier. Die Grundlage für ein wirklich schönes Handlettering. Welches Papier eignet sich aber für dieses Hobby? Was macht gutes Papier aus? 

Solltest Du beim Handlettering bleiben, wird es dir passieren. Du wirst eines Tages im Fachhandel stehen und mehr oder weniger fasziniert Papier streicheln... denn eins steht fest: Dein Papier MUSS sich streichelzart, seidig, einfach wunderbar anfühlen!

Für den Start reicht normales Kopierpapier*, ein Zeichenblock oder sogar ein Schulheft. Aber nur solange man mit Bleistift und Finelinern oder einfachen Filzstiften lettert.

Sobald Brushpens mit Faserspitze oder flüssige Farben ins Spiel kommen, ist hier Schluß.

„Einfaches“ Papier, ebenso Tonpapier oder Pappe ist sehr rau und zerstört die teuren Brushpens, saugt die Farbe auf und lässt sie verlaufen und / oder wellt sich. Versucht man auf diesem Papier das Verblenden feuchter Farben oder mit dem Wassertankpinsel, stellen sich die Fasern des Papieres auf und das Bild ist hinüber.

 

Glattes, gestrichenes (oft auch mit dem Hinweis „coated“ gekennzeichnetes) Papier eignet sich für Brushpens am besten. Die einfachste Art ein glattes Papier zu erkennen ist streicheln. Handletterer erkennt man in Schreibwarenläden daran, dass sie über jedes Papier streicheln. Fühlt es sich glatt und zart und weich an und lassen sich keine Unebenheiten erfühlen, genügt es unseren hohen Ansprüchen: unsere Brushpens gleiten über das Papier und ihre empfindlichen Spitzen werden geschont.

Rhodia DotPad

Zum Üben ist das Rhodia DotPad*  perfekt geeignet, da es mit einem Punktraster versehen sind. Das erleichtert das gestalten der Buchstaben. Man bleibt auf einer Linie und die Höhe der Buchstaben lässt sich auch einfacher einhalten. Das Papier ist schön glatt. Steichelzart. Die Rhodia Blöcke sind in unterschiedlichen Größen erhältlich.

Blanko Papier

Clairefontaine bietet Spiralblöcke* in DIN A5 blanko an. Dieses Papier ist ebenfalls perfekt zum Herstellen kleinerer Letterings geeignet, weil es schön glatt ist. Eines dieser Ringbücher habe ich eigentlich immer in der Tasche... könnte ja sein, dass man unterwegs mal etwas lettern muss ;-)    

Einzelblätter in DIN A4 benutze ich ebenfalls von Clairefontaine. Das Paket DCP Kopierpapier 1821* beinhaltet 500 Blatt. Da kommt man schon ein Weilchen mit hin. 

Hahnemühle Handlettering Papier

Der Hand Lettering Block* von Hahnemühle mit 25 Blatt ist in drei Größen (A5, A4 und A3) erhältlich. Hahnemühle beschreibt das Papier folgendermaßen: "Das hochsatinierte Papier lässt Brush Pens (Tuschestifte), Fineliner und Bleistifte leicht gleiten. Vorzeichnungen lassen sich mühelos auf der gestrichenen Oberfläche weg-radieren und Spitzen von sensiblen Brush Pens oder Pinseln werden geschont. Die glatte, geschlossene Oberfläche lässt Farben stehen und verhindert ein Ausbluten. Das brillante Weiß sorgt für intensive Farbe; monochrome und kolorierte Motive erstrahlen und können mühelos eingescannt und digital weiter-verarbeitet werden. Für Brush Pens (Tuschestifte), Fineliner sowie Filzstifte ist das Saug- und Trockenverhalten perfekt.“

Ecoline Print Paper

Ganz neu auf dem Markt ist das Ecoline Liquid Water Colour Print Paper* von Royal Talens. Es ist für empfindliche Brushpens als auch für Wasser- bzw. Aquarellfarben geeignet. Auf diesem Papier gelingt das Verblenden wasserbasierter Farben ohne, dass sich das Papier wellt. Auch Bleistift lässt sich nahezu rückstandslos wegradieren. Es lässt sich zudem auch noch bedrucken. Dieses Papier ist ein wahrer Tausendsassa und mein absoluter Favorit.

Aquarellpapier

Aquarellfarben werden mit viel Wasser vermalt. Wenn das Papier zu dünn ist, wellt es sich und die Farbpigmente sammeln sich in den Wellentälern. Ist das Papier zu glatt, werden die nicht löslichen Farbpigmente der Farben nicht richtig an das Papier gebunden und verwischen oder halten einfach nicht. Ist da Papier unterschiedlich saugstark wird es fleckig.  Gutes Aquarellpapier kann man im Fachhandel oder Online kaufen. Aquarell-papier ist in verschiedenen Körnungen er-hältlich welche von Fein* (relativ glatt ohne Textur) bis Torchon* (sehr rau mit starker Textur) reicht. Auch das Gewicht des Papiers ist wählbar. Man erhält Papiere von leicht (ab 120 g/qm) bis schwer (bis 850 g/qm) in vielen verschiedenen Formaten von Mini über Postkarte bis hin zu ganzen Rollen. Hier gilt es zu testen, welches Papier einem am besten gefällt. Für den Anfang rate ich ein Papier mit weniger Textur zu wählen, da man sich an das Verhalten von Papieren mit starker Textur herantasten sollte.    

Transparentpapier

Transparentpapier* eignet sich sowohl zum Übertragen von Letterings auf z.b. Porzellan oder anderem Papier als auch zum direkten darauf lettern. Man kann auf Transparentpapier mit wasserlöslichen Farben sehr hübsche Verläufe erzielen. Auch eignen sich einige Sorten zum bedrucken und anschliessender Weiterverschönerung mit Folie. 

 

Bunt- und Kraftpapier

Mit Metallicarben erzielt man tolle Ergebnisse auf schwarzem Papier. Hier bevorzuge ich Clairefontaine Trophée*.

 

Weiß wirkt auf Kraftpapier besonders schön. Kraftpapier* erhält man im Bastelladen. Ich kaufe meins gerne bei Flying Tiger.

Bisher habe ich noch kein Buntpapier gefunden, welches wirklich streichelzart ist. Deshalb sollte man darauf auch nicht mit den empfindlichen Brushpens schreiben. Mit einer Feder kann man sie allerdings hervorragend belettern.


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