Kreidemarker

Handletterings mit Kreidemarkern liegen absolut im Trend und sind meine große Leidenschaft.

 

Fenster, Tafeln, Windlichter, Fliesen... nahezu alle glatten Oberflächen lassen sich mit den leicht abwaschbaren Markern belettern. 

 

Bei der Vorbereitung meiner Präsentation für den TOPPStar Award sowie der Erstellung meines Buches  "Handlettering mit dem Kreidemarker", habe ich die hier beschriebenen Marken ausgiebig getestet.

Kreidemarker ist nicht gleich Kreidemarker. Wo die Unterschiede der einzelnen Fabrikate liegen, habe ich hier zusammengefasst.

Pentel Wet Erase

Die Pentel Wet Erase Kreidemarker* sind in 8 Farben und 2 Größen mit Keilspitze erhältlich. 

Die Keilspitzen sind sehr robust und halten auch zwischenzeitliches pumpen sehr gut aus.

Die großen Kreidemarker erlauben schwungvolles Schreiben in einem Rutsch und es ergibt sich hierbei ein cooles Schriftbild.

 

Die kleinen Marker sind gut zu handhaben. Hiermit kann man auch gut eine Fake Calligraphy anlegen oder kleine, andersfarbige Akzente setzen.

 

Der Clou: Die Spitze der Kreidemarker lässt sich drehen. Ist man kein Freund von Keilspitzen (so wie ich), zieht man die Spitze einfach heraus und steckt sie umgedreht wieder in den Stift. Tadaaaa: Kreidemarker mit Rundspitze. Perfekt :)

Die Farben sind kräftig, gut deckend und tatsächlich kreidig. Die Farbe ist recht dickflüssig, sodass man ab und an Nachpumpen muss, wenn man größere Flächen bearbeitet.  Ein weiterer Vorteil ist, dass die Farbe nicht zu schnell trocknet. Man kann prima noch einmal über bereits geschriebenes malen, ohne Farbe mit dem Stift wieder ab zu nehmen.

 

Nutzt man diese Kreidemarker auf einer Tafel oder einem Windlicht und vergisst diese einmal draußen, halten sie auch Regenschauer gut aus. Erst, wenn man mit einem Lappen darüber wischt, löst sich die Kreidefarbe ganz einfach. Vasen halten einen Wasserwechsel mühelos aus, sollte mal Wasser über das Lettering laufen.

 

Fazit: Die Pentel Wet Erase sind sowohl prima für Fensterletterings als auch andere Glasprojekte sowie Tafeln geeignet, da sie sich nur feucht abwischen lassen und alle Farben einen coolen Kreidelook erzeugen. Außerdem überzeugen Sie durch die drehbare Spitze. 

edding

Die Edding Kreidemarker* sind in zwei Größen erhältlich:

 

Edding 4090 ist der große Marker, welcher mit einer Keilspitze in 10 Farben daher kommt.

 

Edding 4095 ist die kleinere Variante, welche mit Rundspitze in 9 Farben erhältlich ist.

 

Grundsätzlich würde ich für Fensterletterings immer die kleinere Ausführung mit Rundspitze wählen, da diese oft sehr detailreich gestaltet werden. Das bekommt man mit großen Markern einfach nicht so gut hin. Für Schriftzüge in einem Rutsch (zB auf Tafeln sind sie jedoch prima geeignet.)

Die Farben der Edding Marker sind strahlend und decken prima. Besonders der dunkelblaue Marker hat mir sehr gut gefallen. Die Farben (außer Weiß) sind eher transparent-klar (vergleichbar mit Window Color) und machen einen nicht so kreidigen Eindruck wie z.B. die von Pentel oder Kreuz. Das ist allerdings nicht negativ gemeint, da die Farben (besonders NEON!) sehr strahlen. Man muss jedoch aufpassen, dass man nicht zu stark pumpt. Die Farben sind sehr flüssig und wenn man zu viel pumpt, läuft einem die Farbe am Fenster hinunter. Am besten, man legt sich ein Stück Küchenpapier auf die Fensterbank und pumpt dort, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

 

Fazit: Die Edding Kreidemarker sind farbbrillant und lassen sich auf Glas super verarbeiten. Jedoch würde ich sie nicht für Tafeln verwenden, da die Farben eher transparent wirken und hiermit der Kreidelook nicht ganz so einfach erzeugt werden kann.

Stationery Island

Stationery Island* bietet die wohl größte Auswahl an Kreidemarkern an, die man sich vorstellen kann. 

 

Es gibt sie in zwei Größen, jeweils in einer trocken (D) und nass (W) abwischbaren Variante. Außerdem sind sie mit Rund- und Keilspitze erhältlich. 

Ihr habt die Qual der Wahl zwischen 18 (!!) Farben!

 

Achtung: Obwohl man im Internet nur 2 Größen bestellen kann, ist der nass abwaschbare W30 etwas kleiner, als der trocken abwaschbare D30.

 

Die Verarbeitung der beiden Varianten könnte unterschiedlich nicht sein. Die Wet Variante deckt wesentlich besser und kreidiger als die Dry Variante. 

 

Auf dem Foto kann man gut erkennen, was ich damit meine. Die Farbangaben rechts im Bild sind mit der Dry Variante geschrieben. Die Farben sind sehr transparent und decken kaum. Das kann sicher bei einigen Letterings gut wirken. Gerät man beim Lettern mit der Dry Variante auf bereits getrocknete Farbe, wischt man diese quasi mit dem Stift wieder weg. Korrekturen sind daher so gut wie nicht möglich.  

 

Wirklich überzeugt hat mich nur die Wet Variante im Foto links unten. Diese Farben strahlen und decken hervorragend.

 

Fazit: Die Stationery Island Chalkmarker sind super! Allerdings nur in der WET Variante. Hier strahlen die Farben und decken hervorragend.

Chalky von KREUL

Die Chalkys von KREUL fallen in der großen Auswahl an erhältlichen Kreidemarkern ein wenig aus der Reihe.

Die Chalkys gibt es in 12 feinen, ausgefallenen Farben UND sogar in silber und gold!

 

Außerdem ist je ein weißer Kreidemarker in den Handletteringmappen* des TOPP Verlages enthalten, damit direkt gestartet werden kann.

 

Chakys gibt es sowohl mit Rund- als auch mit Keilspitze.

 

Auch hier gilt: für Fensterletterings lieber zur Rundspitze greifen, man kann damit viel leichter und präziser arbeiten als mit den sehr breiten, schwieriger zu kontrollierenden Keilspitzen.

Bis auf das strahlende gelb, muten die Farben Chalkys eher pastellig an. Die Deckkraft ist nicht sehr hoch. Die Farben (bis auf weiß) sind transparent-kreidig durchscheinend.  Das wiederum macht sich auf Tafeln besonders gut, da man hierdurch einen coolen Kreidelook erzielen kann.

 

Auf dem Foto kann man gut erkennen, dass der weiße Chalky auch eher cremeweiß ist. Die weißen Stifte der anderen Hersteller sind reinweiß.

 

Fazit: Die Chalkys fallen schon alleine durch die metallic Farben aus der Reihe und lassen sich gut verarbeiten. Ich würde sie aber eher für Tafeln als für Fenster verwenden, da die Deckkraft für ausdrucksstarke Handletterings zu etwas zu niedrig ist.

 

Farbkarte Chalky 

Mein Fazit

Jedes Fabrikat hat Vor- und Nachteile. Jedoch haben mich am meisten die Kreidemarker Wet Erase von Pentel am meisten überzeugt. Sie sind gut zu verarbeiten und lassen sich auch gut korrigieren. Sie verwischen nicht direkt, wenn man aus Versehen beim Verarbeiten mal daran kommt und sie lassen sich mühelos mit Glasreiniger und Küchentuch wieder entfernen. Die Farben sind allesamt schön kreidig und strahlend.

Egal welche Vorliebe an Spitze man hat: die Pentel Kreidemarker lassen sich den eigenen Bedürfnissen anpassen, weil man die Spitze drehen kann. Sollte mal eine Spitze durch das Pumpen ausgefranst sein, kann man sie einfach umdrehen und man hat einen "neuen" Kreidemarker.

Natürlich ist dies meine persönliche Meinung und nicht allgemeingültig.

 

Solltest du Fragen zu diesem Test haben, schreib mir gern eine Nachricht. Das Kontaktformular findest du auf meiner "Über mich" Seite.


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