Brushpens

 Die heimlichen Könige unter den Handlettering Werkzeugen sind die Brushpens. Brushlettering ist die am weitesten verbreitete und beliebteste Art des Handletterings. Die meisten dieser Stifte haben nur ein Schriftbild welches an eine, mit dem Pinsel (engl. Brush),  geschriebene Schrift erinnert. Richtige, echte Pinsel sind die wenigsten dieser Stifte. Im wesentlichen kann man drei Sorten unterscheiden: Kunststoffspitzen, Filzspitzen und Haarpinselspitzen.

 

Fudepens (Kunststoffspitze)

Für Anfänger eignen sich besonders sogenannte Fude-pens (Fude ist der japanische Begriff für Pinsel). Das besondere an Fudepens ist die sehr robuste Spitze aus hartem Kunststoff. Diese Stifte halten viel Druck aus ohne direkt kaputt zu gehen. Fudepens sind die einzigen Stifte, mit denen man auch auf Kopierpapier bedenkenlos lettern kann, denn sie sind quasi "unkaputtbar".

Tombow Fudenosuke

Tombow bietet mit seinen Fudenosuke Bruhpens* zwei wunderbare Einsteigermodelle an. Es gibt den Fudenosuke mit harter und weicher Spitze. Ich empfehle immer mit dem harten Stift zu starten und eher klein zu schreiben. Mit dem weichen Exemplar kann man dann starten, wenn man die Prinzipien des Brushletterings einigermaßen ver-innerlicht hat. Der weiche Fudenosuke reagiert bei Druck sensibler und eignet deshalb auch für größere Schriften. Beide Stifte sind ausschliesslich in schwarz erhältlich. Ich persönlich nutze den harten Fudenosuke auch gerne mal für kleine Doddles, da die Tinte sattschwarz und wasserfest ist. Mittlerweile gibt es auch ein Handlettering Anfängerset*, in welchem ein Fudepen sowie andere Stifte enthalten sind. Ein hübsches Set, wenn man direkt loslegen will!

Pentel Sign Pen

Mag man es lieber bunt, greift man zu den Pentel Sign Pen Brush*. Vom Schreibverhalten gleichen sie dem weichen Fudenosuke von Tombow. Die Sign Pen sind in 12 knalligen Farben erhältlich. 

Achtung: Beim Kauf muss man darauf achten, dass die Hülle glitzert, denn es gibt diese Stifte auch als normale Fasermaler, welche von außen fast genauso aussehen.

Man kann mit diesen Stiften in Kombination mit flüssigen Aquarellfarben auch ganz wunderbare Blendings herstellen. Wie das geht, erkläre ich im Bereich Anleitungen.
Durch eine Kooperation mit Pentel erhalten meine Workshopteilnehmer einen Sign Pen gratis in Ihrem Starterkit!


Brushpens (Filzspitze)

Die Sensibelchen unter den Brushpens. Wahrscheinlich gibt es keinen Handletterer, der nicht schon geflucht hat, weil er/sie sich einen so teuren Stift auf rauem Papier zerstört hat. Behandelt man sie nicht pfleglich, fransen sie gnadenlos aus. Das bewirkt, dass die feinen Aufstriche kaum noch ordentlich auszuführen sind. Diese Brushpens haben (natürlich) eine flexible Pinselspitze die bei Druck sehr breit schreibt. Die meisten eignen sich für größere Letterings. Wasserbasierte Farben sind hervorragend für Blendings mit dem Wassertankpinsel oder einem speziellen Blending-Pen (farbloser Brushpen) geeignet.    

Tombow ABT

Über die Tombow ABT Dual Brushpens* stolpert man als Anfänger recht schnell. Man sieht sie in fast allen Instagram Handlettering Feeds. Der große Tombow Tischständer* mit allen 96 Farben löst in kreativen Seelen den „MUSS ICH HABEN“ Reflex aus. Die Farben sind, da auf wasserbasis, hervorragend für Blendings geeignet. Doch diese Stifte sind nicht leicht zu handhaben. Die sensible Pinselspitze ist relativ weich und franst bei falscher Handhaltung oder falschem Papier gerne aus. Schön ist, dass die zweite Spitze eine relativ kleine, normale Filzstiftspitze ist mit der man super doodeln oder Druckbuchstaben schreiben kann. Dieser Stift ist nicht für Anfänger geeignet, da das Frustpotential einfach zu hoch liegt. Mit dem Kauf sollte man also warten, bis man andere Brushpens gut beherrscht.

 

Edding 1340

Die Edding Brushpens* sind ideal für Anfänger! Sie sind nicht so empfindlich und auch nicht so kostspielig wie die Tombow ABT.

Mittlerweile sind sie in hübschen Boxen zu je 20 tollen Farben mit Farbmixer erhältlich. Mit ein bisschen Übung, kann man mit diesen Stiften auch ganz wunderbare Watercoloreffekte zaubern.

Faber Castell PIT Artist Pen B

Der PIT Artist Pen* ist in 60 Farben erhältlich. Ihre Pinselspitze ist weniger flexibel als die der oben genannten Brushpens. Dennoch lassen sich hiermit tolle Letterings erzielen. Schön ist, dass die Spitze nicht ganz so breit ist, wie z.B. bei den Tombow ABT. Man kann damit auch mittel-große Handletterings erstellen. Besonders an den Pit Artist Brush Pens*: Hat man versehentlich eine Spitze ausgefranst, kann man diese einfach aus dem Stift herausziehen, umdrehen und wieder in den Stift stecken und hat eine frische neue Pinselspitze am Start.

Ecoline Brush Pen

Die Ecoline Brushpens* von Royal Talens sind randvoll mit Aquarellfarben gefüllt. Sie haben eine robuste, breite Spitze welche besonders für große Formate geeignet ist. Sie sind die einzigen Brush-pens mit denen man auch auf Aquarellpapier arbeiten kann. Sie sind sehr „saftig“, was bedeutet, dass sie für dünneres Papier nur bedingt geeignet sind, da die Farbe durch das Papier durch-schlägt und sich wellt. Ecoline Brushpens sind in 59 strahlenden Farben erhältlich. Auch hier kann man die Pinselspitze einfach umdrehen, falls sie einmal nicht mehr so schön sein sollte.    


Brushpen (echte Pinselspitze)

Nur wenige Brushpens haben einen echten Pinsel als Spitze. Damit ist gemeint, dass sie eine Spitze haben, die aus einzelnen Haaren besteht, die nicht miteinander verbunden sind.

Wassertankpinsel

Wassertankpinsel sind, wie der Name schon sagt, Pinsel mit eingebautem Wassertank. Der Wassertank erleichtert das Lettern mit Aquarellfarben. Er kann aber auch direkt mit Farbe befüllt werden. Nur mit Wasser gefüllt kann man mit Ihnen auch wunderbar wasserlösliche Brushpens wie z.B. die von Edding verblenden. Ich mag besonders die Aqua Brush* von Pentel, da sie in verschiedenen Breiten erhältlich sind.  Aber auch Kuretake* und Boesner haben gute Pinsel im Angebot. 

Pentel Pocket Brush

Ursprünglich kommt der Pocket Brush* aus dem Manga Bereich. Dieser Stift war der allererste, den ich völlig ahnungslos bestellt habe. Ich hätte das Handlettering fast aufgegeben, weil er wirklich schwierig zu handhaben ist. Hat man sich einmal an ihn gewöhnt, kann man mit ihm tolle „used“ Effekte erzielen. Das besondere an diesem Stift ist, dass er immer mit den passenden Tuschepatronen nachgefüllt werden kann. Dieser Stift eignet sich meiner Meinung nach nicht für Anfänger.

Stationery Island Brush Pen

Die Brushpens von Stationery Island* sind großartig und leider noch relativ unbekannt. Diese Stifte verhalten sich nahezu wie echte Aquarellpinsel. Man kann wunderbar mit Ihnen lettern. Die Aufstriche gelingen ganz fein und die Abstriche richtig schön dick. Die einzelnen Haare halten super zusammen und es gibt kein ausgefranstes Schriftbild. Die 24 Farben sind im Paket in die Farbwelten der Jahreszeiten aufgeteilt, so hat man direkt eine schöne Palettenvorgabe. Besonders toll ist, dass in diesem Paket auch ein Wassertankpinsel enthalten ist, mit dem man schöne Blendings hinbekommt. Diese Stifte sind meine persönliche Kaufempfehlung für Anfänger! Teilnehmer meiner Workshops erhalten einen exklusiven Rabattcode über 25% bei der Bestellung von diesen Brushpens. :)


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