Tschüss 2018!

Das war ein sehr aufregendes Jahr mit vielen spannenden Ereignissen und Themen. Was die Social Media Handlettering Community so beschäftigt hat und wie meine Gedanken dazu aussehen, könnt ihr hier lesen.

mein Jahr 2018

Dieses Jahr war ein verrücktes Jahr. In meinem Leben sind Dinge geschehen, die (fast) alle mehr oder weniger ungeplant waren ... ich frage mich heute manchmal, wie das alles passieren konnte und bin sehr dankbar dafür, dass alles genau so gekommen ist.

 

Die Teilnahme am TOPP Star Award Finale im Januar und das damit einhergehende Buchprojekt mit der Veröffentlichung im August. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass ich einfach aus einer Schnapslaune heraus ein Online Formular ausgefüllt habe...

 

Im März entstand mein Blog den ich ganz eigentlich nur aufgesetzt hatte, damit der Verlag eine Webadresse drucken kann "Es wäre gut, wenn Sie eine Blog hätten!". Heute ist diese Webseite eine Infoplattform für Jeden, sich für das Thema Handlettering interessiert und er bietet eine umfassende (und stetig wachsende) Sammlung zum Thema auf die man im Bedarfsfall immer zurückgreifen kann. 

 

Workshops @HOME war ein Konzept, welches ich aus der Not heraus geboren habe, da die Räumlichkeiten für Workshops hier in Düsseldorf so teuer sind. Wie sich herausgestellt hat, ist das ein sehr erfolgreiches Konzept und mich erreichen mittlerweile Anfragen aus ganz Deutschland... damit hätte ich nie gerechnet.

 

Eine Kooperation mit SinnWunder aus der Kalendereinlagen entstanden sind, die leider bereits ausverkauft sind,  im nächsten Jahr dafür fest ins Programm aufgenommen werden. Ein Herzensprojekt!

 

Und Menschen! Ich habe 2018 so viele tolle Menschen getroffen. Virtuell und im realen Leben. Die mir immer wieder zeigen, dass der Weg (auf den ich geschlittert bin und den ich nie für mich geplant hatte) ein guter Weg ist. 

Was hat uns beschäftigt?

Das Thema Urheberrecht ist ein Dauerbrenner in der Social Media Welt. Nach einem Vorfall im Juni habe ich mich dazu entschieden einen ausführlichen Blogbeitrag zu diesem Thema zu schreiben. HIER kannst du ihn lesen, falls du ihn noch nicht kennst.

 

2019 wird sicher besonders spannend was das Thema Urheberrecht angeht... denn mit Artikel 13 des EU Gesetzes (der Reform für das Urheberrechtsgesetz) könnten uns unangenehme Konsequenzen bei der Nutzung unserer geliebten Social Media Plattformen ins Haus stehen. Begriffe wie Uploadfilter, Overblocking und gar Zensur liest man in den letzten Wochen immer häufiger...wie die Umsetzung aussieht bleibt abzuwarten. Hoffentlich gilt auch für dieses Thema: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

 

 

Werbekennzeichnungspflicht
Werbekennzeichnungspflicht

Im Frühsommer dann die große Panik: die Werbekennzeichnungspflicht 

Einige größere Blogger (später auch kleine Accounts) wurden Opfer einer Abmahnungswelle und zogen vor Gericht (der zahlten, wenn die finanziellen Mittel für den Prozess fehlten). Hintergrund war die Tatsache, dass User / Influencer selbstgekaufte Produkte auf Ihren Accounts zeigten und diese nicht als Werbung markiert hatten. Es ging so weit, dass selbst das Markieren des Standortes oder das Markieren der besten Freundin (sie könnte ja dafür gezahlt haben markiert zu werden...) als Werbung zu kennzeichnen war. Eine genaue Regelung gibt es bis heute nicht. Das ist so absurd. Viele Leute durchforsteten ihre Accounts und bearbeiteten alte Bilder in denen z.B. ein Stift auf einem Lettering zu sehen war und kennzeichneten nachträglich alle Bilder mit Werbung oder verbannten diese ins Archiv. Heute sieht es so aus, dass fast jeder vor jedem Beitrag (Werbung / umbeauftragt / Accountnennung / Produktabbildung) postet nur um auf der sicheren Seite zu sein, denn so eine Abmahnung kann mehrere tausend Euro teuer werden. Das ist natürlich auch nicht Sinn der Sache, denn so kann der gemeine User auch nicht mehr unterscheiden ob es sich bei dem gezeigten Bild nun wirklich um Werbung handelt oder eben nicht. Man überliest diese Zeilen nun genau so wie die Hashtagwolke am Ende eines jeden Bildes. Hoffentlich wird es 2019 ein Gerichtsurteil geben, welches diesem Irrsinn und der allgemeinen Verunsicherung ein Ende setzt. 

PR Samples & Authentizität

Eng mit diesem Thema verwoben ist das Thema Kooperationen und Partnerschaften einhergehend mit PR Samples. Als wachsender Mikroinfluenzer erreichen auch mich nach und nach immer mehr Anfragen von Firmen. Anfangs habe ich ja noch schüchtern angefragt, ob es möglich wäre Unterstützung für meine Workshops zu erhalten, mittlerweile kommen manche Firmen auch auf mich zu. 

Und was da für lustige Anfragen kommen: "Hallo, wir haben tolle Malbücher und würden dir gerne welche schicken." Danke! Aber nein, Danke! Ich möchte authentisch bleiben und da passen Malbücher nicht in mein Portfolio und ich gehe davon aus, dass das Interesse meiner Follower auch nicht groß genug ist welche sehen zu wollen. Also lehne ich solche Anfragen ab. 

 

Schade finde ich, dass manche Accounts wirklich alles annehmen und zeigen. Da liegen plötzlich überall Kopfhörer im Bild oder es werden stylische Uhren gezeigt... für mich ist das nichts. Ich habe auch schon PR Samples erhalten und der Firma geschrieben, dass ich darüber nichts veröffentlichen kann, weil ich nicht von dem Produkt überzeugt war... das ist echt schwierig. Viele User werben kostenlos. Es gibt z.B. eine Handlettering Zeitschrift, die regelmässig Beiträge von Handletterern veröffentlicht, die diese kostenlos zur Verfügung stellen. Diese Zeitschrift verdient also mit kostenlos zur Verfügung gestellten Beiträgen richtig viel Geld mit dem Handletteringhype und der Künstler erhält zwei Belegexemplare sowie Ruhm und Ehre? Es ist nicht so, dass ich nicht auch schon nur der Samples Willen Beiträge veröffentlicht hätte... gerade am Anfang ist es schwierig den eigenen Wert zu ermitteln. Ich bin jedoch der Meinung, dass gerade bei redaktionellem Inhalt eine Grenze gezogen werden muss. Man investiert Arbeitszeit für die Erstellung von Modellen, Text und Bildern. Würde eine Anfrage von einem Kunden kommen, der ein handgemachtes Lettering haben möchte, würde das niemand einfach kostenlos erstellen und versenden. 

 

Eine andere Art der Anfrage sieht folgendermaßen aus: "Bitte kaufe bei uns auf Amazon Produkte ein, bewerte diese und dann überweisen wir dir den Kaufbetrag zurück!" Ich finde diese Vorgehensweise mehr als unseriös, da ich hier in Vorleistung trete. Was ist, wenn mir die Produkte nicht zusagen und keine gute Bewertung schreiben möchte? Da wird für mich kein Schuh draus und ich werde solche Anfragen auch in Zukunft dankend ablehnen.

 

Ich für mich habe entschieden auch 2019 offen und ehrlich mit diesem Thema umzugehen und nicht jede Anfrage anzunehmen. Ein Luxus, den man sich wohl meist nur erlauben kann, wenn man sich nur "nebenbei" und nicht hauptberuflich damit beschäftigt.

 

und 2019?

2019 wird hoffentlich auch wieder ein aufregendes Jahr.

 

Ein Highlight wird sicherlich das #lettercamp2019 in Bremen. Drei Tage schließen sich kreative Köpfe aus den Bereichen Handlettering, Illustration, Sketchnotes und BuJo in einer Jugendherberge zum fachsimpeln und kreativem Austausch ein. Darauf freue ich mich sehr!

 

Workshops wird es in 2019 auch wieder geben. Alle Termine findet ihr HIER

 

Ansonsten lasse ich alles entspannt auf mich zukommen und wünsche Euch allen einen entspannten Start ins neue Jahr. Ich hoffe, wir sehen uns :)

 

Liebe Grüße,

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